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Therese und Kutzhof
Die Geschichte einer großen Liebe
Von Dechant Klaus Leist
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Dechant
Klaus Leist ist seit Oktober 1994 Pfarrer von Kutzhof St. Jakobus d.Ä. und leitet seit
Januar 1997 die Theresienver-ehrung in Kutzhof |
Kutzhof ist
ein kleines Dorf mit ca. 2.000 katholischen Christen und liegt cirka 35 km vor der
saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken, unweit von der deutsch-französischen
Grenze und gehört zum ältesten deutschen Bistum Trier. Die Welt in Kutzhof ist in der
Tat klein, aber die Menschen fühlen sich zum größten Teil noch der Religion und der
Kirche verbunden, so dass sie offen und zugänglich sind für die zahlreichen kirchlichen
Angebote ihrer Priester und Seelsorger.
Im Jahre
1977 kam der damals 70-jährige Priester Michael Kettel aus Saarbücken nach Kutzhof, um
dort seinen Ruhestand zu verbringen. Doch es stellte sich bald für die Pfarrgemeinde
heraus, dass der agile Priester nicht nur bei der älteren Generation, sondern auch bei
den Kindern und Jugendlichen als Seelsorger angefragt war und eifrig die Seelsorge in
Kutzhof betrieb. Er brachte nicht nur eine große seelsorgerliche Erfahrung aus
seiner Saarbrücker Zeit mit, sondern auch seine große Liebe:
die kleine heilige Therese von Lisieux. Im Juli 1981 feierte Pastor Michael Kettel sein
Goldenes Priesterjubiläum und erfüllte sich einen Wunsch: einen Theresienaltar in der
Kutzhofer Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere zu errichten. Hier sollte sichtbar ein Ort
entstehen, von wo aus Menschen sich in ihrer Suche nach Gott an einer konkreten Heiligen
von nun an orientieren können. |
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Theresienaltar in der Kutzhofer Kirche |
Der
Verwaltungsrat der Kirchengemeinde und die Pfarrgemeinde unterstützte seinen Wunsch und
errichtete auf seinen Vorschlag hin den Theresienaltar, der auf jeder Seite von 3
Bronzereliefs, die jeweils eine Szene aus Thereses Leben darstellen, umgeben ist. In der
Mitte unter der Büste der Heiligen ziert eine Art Tabernakeltür den Altar, ebenfalls ein
Bronzerelief, auf dem die Taufe am 4. Januar 1873 in Alencon. Links vom Taufbecken steht
in aufrechter Haltung Vater Louis Martin. Theresias älteste Schwester Marie hält als
Patin ihr Patenkind über das Taufbecken. Im Innern befindet sich ein schlichtes
Holzkreuz, in deren Mitte sich in einer Kapsel eine Reliquie der Heiligen befindet und die
lateinische Aufschrift trägt: Ex Capillis B. Theresiae a Jesu Infantiae.
(Aus den Haaren der seligen Theresia vom Kinde Jesus).
Ferner sind in der Türe zum Innern und in den Innenwänden die Namen der Familien
eingraviert, die sich der Fürsprache der Heiligen Theresia anvertrauen. |
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