Die
Spuren Jesu gefunden
Christen
aus dem Köllertal auf Pilgerfahrt im Heiligen Land

„Ich habe in der
kurzen Zeit sehr viel vom Heiligen Land gesehen und die Spuren Jesu
überall gefunden und es waren für mich sehr schöne und unvergessliche
Tage, die mich in meinem Glauben gestärkt haben.“, „Die Pilgerfahrt war
für mich persönlich mit das Größte, was ich bisher erleben durfte. Mein
Herz ist zum Überlaufen voll von Eindrücken, die mich gewiss nicht mehr
loslassen werden.“ und „Diese Reise hat unsere Vorstellungen bei weitem
übertroffen und wir haben uns Jesus sehr nahe gefühlt im Heiligen Land.“
waren Aussagen von einigen Teilnehmern über die zehntägige Pilgerfahrt
ins Heilige Land Israel unter der Leitung von Dechant Klaus Leist und
der theologischen Begleitung von Prof. Dr. Willibald Bösen.
Nicht nur
erlebnisreiche und schöne, sondern auch beeindruckende und ergreifende
Tage haben die 47 Teilnehmer aus den beiden katholischen Pfarrgemeinden
Holz und Kutzhof und aus dem Köllertal im Heiligen Land unter dem Thema
„Auf den Spuren Jesu“ erleben können. Der erste Teil der Reise führte
die Pilger an den See Genesareth, nach Tiberias, Nazareth, Tabgha und
den Berg der Seligpreisungen, nach Kafarnaum, auf die Golanhöhen und den
Verklärungsberg Tabor.
Höhepunkt dieses
Teiles ist die eineinhalbstündige Bootsfahrt über den See gewesen mit
einem wunderschönen Blick auf die Stadt Tiberias und die Höhen des
Golan. Der zweite Teil der Pilgerfahrt konzentrierte sich auf den
zweitägigen Besuch der Geburtsstadt Bethlehem. Dort wollte die Gruppe
sich bewusst zwei Tage aufhalten, um ein Zeichen für die dort lebenden
Christen zu setzen, um diese zu unterstützen. Das besondere Erlebnis war
die Begegnung mit evangelischen Christen und ein abendliches Gespräch
mit dem evangelischen Pfarrer, der die Arbeit seiner Kirche in der von
der acht Meter hohen Betonmauer eingegrenzten Stadt und das Problem, wie
Israel mit den Palästinensern umgeht, schilderte. Beeindruckt von dem,
was Christen im Heiligen Land für Kinder und Not leidende Menschen tun,
und tief betroffen vom Schicksal der Menschen, vor allem von Kindern wie
auch von den Christen, verlief dieser Gesprächsabend in einer
geschwisterlichen Atmosphäre, die nachhaltig für alle Teilnehmer sein
wird. Der dritte Reiseabschnitt bildete die Stadt Jerusalem mit den
zahlreichen Heiligen Stätten sowie dem Umland mit der Festung Massada,
dem Toten Meer, das viele zum Baden nutzten, sowie eine Wanderung durch
die Wüste Juda nach Jericho, was für viele ein besonderes Erlebnis
gewesen ist.
Die Welt an der
Klagemauer und des Judentums ist für die Pilgergruppe vom theoretischen
Wissen zur lebendigen Begegnung geworden, wie man sie hierzulande nicht
wahrnehmen kann. Auch der Besuch der Gedächtnisstätte für die Opfer des
Nationalsozialismus Jad-wa-Schem regte zu nachdenklichen Gesprächen an
und machte allen bewusst, dass so etwas in unserem Land nie mehr
geschehen darf und jeder seinen Beitrag zum Frieden und zur Toleranz in
der Ökumene und im religiösen Dialog beitragen muss.
Die Inhalte der
einzelnen Tage waren geprägt von der Feier der Eucharistie an den
herausgehobenen biblischen Orten mit Predigten und Gesängen sowie mit
Meditationen auf dem See Genesareth und dem Kreuzweg in der Via Dolorosa
in der Altstadt von Jerusalem wie auch der Theologie an allen biblischen
Stätten in Verbindung mit den Bibelstellen und die Archäologie des
Heiligen Landes, so dass die Teilnehmer nicht nur in die Welt und das
Wirken Jesu eingeführt, sondern auch den theologischen und spirituellen
Sinn der Botschaft Jesu Christi für das eigene Leben erschlossen
bekamen.
Überrascht waren
jedoch alle, wie friedlich das Land zurzeit ist und in welcher Ruhe und
Normalität die Menschen dort zusammenleben, denn weder Polizei- noch
Militärpräsenz waren zu sehen, so dass Israel momentan wirklich eine
sorglose Reise wert ist.
Ein besonderes Bonbon
erhielt die Gruppe auf dem Rückflug von Tel Aviv nach Frankfurt, als der
saarländische Ministerpräsident Peter Müller und sein Europaminister
Karl Rauber, die von ihrem viertägigen Aufenthalt von politischen
Gesprächen in Israel und in den palästinensischen Autonomiegebieten
zurückkehrten, auf die Bitte von Dechant Leist durch die Kabine gingen
und jeden einzelnen Pilger begrüßten und ein paar Worte mit jedem
wechselten.
Ein Nachtreffen fand
am 17. November im Pfarrheim in Holz statt.