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Die Pfarrgemeinde feierte 1998 während des gesamten Jahres die
Erbauung des Gotteshauses vor 100 Jahren. Jakobus d.Ä. zählte neben seinem Bruder
Johannes und Simon Petrus zu dem engsten Vertrautenkreis um Jesus. Jakobus d.Ä. dient uns
als Vorbild, den Weg der uns vorgegeben ist, zu beschreiten. Als Schutzpatron unserer
Pfarrgemeinde, als Fürsprecher bei Jesus Christus, unserem Herrn. Jakobus d.Ä., Sohn des
Zebedäus und Salome und Bruder des Johannes, stammt aus Galiläa. Er
und sein Bruder waren als Fischer in dem Fischereibetrieb der Eltern, einem der größten
am See Gennesaret, beschäftigt. Beide besaßen ein aufbrausendes Temperament und wurden
später in der Gefolgschaft Jesu von IHM Boanérges (die Donnersöhne)
genannt. |
Als Jesus die Brüder vom See mit auf
seinem IHM bestimmten Weg nahm, wollte ihre Mutter Salome, dass Jesus ihnen
einen hervorgehobenen Platz, an seinem Tisch, zubilligen sollte. Auch
Jakobus d.Ä ereiferte sich mit den Worten, auch er wäre bereit den Kelch,
der für Jesus Christus bestimmt war, zu trinken.
Dies sollte sich im Jahre 44 nach
Christus bewahrheiten. Zu dieser Zeit herrschte in Jerusalem König Herodes
Agripa I, der einige Mitglieder der Glaubensgemeinde von Jerusalem verhaften
ließ und misshandelte. Jakobus d.Ä. wurde als erster der Apostel, auf Befehl
des Königs Herodes, mit dem Schwert hingerichtet. So war Jakobus d.Ä. der
Erste, der für seinen Glauben an Jesus Christus das Martyrium erlitten hat.
Sein erstes Grab hat Jakobus d.Ä. wohl in Jerusalem erhalten. Als im Jahre
614 die Perser Palästina eroberten, wurden die Reliquien des heiligen
Jakobus d.Ä. wahrscheinlich in das Katharinenkloster oder in das benachbarte
Kloster Raithiu auf der Halbinsel Sinai, vielleicht auch in das Menaskloster
in der Nähe von Alexandrien, gebracht. Spätestens im frühen neunten
Jahrhundert wird von Jakobus-Reliquien in Santiago in Nordspanien berichtet.
Bis in die Neuzeit war neben Jerusalem und Rom das im äußersten Westzipfel
Spaniens gelegene Santiago de Compostela der drittgrößte Wallfahrtsort der
Christenheit.
Der heilige Jakobus d.Ä. ist der
Schutzpatron von Spanien aber auch von Wanderern und Wallfahrern, deshalb
ist die Darstellung des heiligen Jakobus d. Ä. immer mit Wanderstab und
einer Muschel, die auch Jakobsmuschel genannt wird, zu sehen.
Noch heute sind Menschen zu Fuß auf dem Weg nach
Santiago, um die Nähe zu Jesus Christus zu finden und ihren Glauben zu
festigen.
(Auszug
aus dem Kirchenkalender 2000).


Unsere
Küsterin Frau Judith Mailänder.
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