Den Glauben „er-fahren“

Unter diesem Motto haben sich 47 Teilnehmer, überwiegend Kinder und Jugendliche unter Leitung von Pastor Trauten aufgemacht, um mit dem Fahrrad die Strecke von Passau nach Wien zurückzulegen.

Erste Station war Passau, wo die Gruppe vom Jugendhaus hinunter in die Stadt musste, um den Dom St. Stephan zu besuchen, von Bischof Stephan Oster zu erfahren, der in Trier als Professor war und den Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz zu bestaunen.

Die längste Etappe führte man nächsten Tag von Passau bis nach Linz. Nach dem Morgenlob machte sich die Gruppe auf die rund 100 km lange Etappe. Mehrfach musste dabei die Donau überquert werden, um das Ziel zu erreichen. Auch in Linz residiert mit Bischof Manfred Scheuer ein ehemaliger Trierer Professor im Mariendom.

Traurig stimmte der Besuch im ehemaligen KZ Mauthausen, wo die Teilnehmer entsetzt waren über die Gewalt, die Menschen einander antun. Am Nachmittag erreichte die Gruppe Grein, wo sie im Pfarrheim Quartier bekam. Dort feierte man am nächsten Morgen mit der Gemeinde in der spätgotischen Ägidiuskirche die heilige Messe. Nachdem die Gruppe Gott um seine Begleitung gebeten hatte wurde sie von Pfarrer Leopold Gruber auf die nächste Etappe geschickt. Diesmal war die Etappe nicht so groß, so dass man schon am frühen Nachmittag die Jugendherberge in Melk erreichte. Natürlich machte man sich von dort auf, um die imposante Klosteranlage zu besuchen.

Der nächste Tag führte die Gruppe Richtung Krems. Kaum hatte man die Donau überquert galt es zuerst einmal Fahrräder zu reparieren. Doch dann konnte man zügig die Strecke zurücklegen, um in Krems, einem Zentrum der Wachau, das Marillenfest mitzuerleben. Im Garten der Jugendherberge sorgte man am Abend selbst für die Verpflegung.

Am letzten Fahrrad-Tag stand wieder eine große Etappe an. Knapp 90 km mussten bis Wien zurückgelegt werden. Inzwischen hatten alle Teilnehmer sich aber gut eingefahren, so dass die Strecke sehr zügig gemeistert wurde.

In den folgenden Tagen galt es nun Wien zu entdecken. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln war man schnell in der Innenstadt. Dort standen natürlich der Stephansdom, die Hofburg und die Hofreitschule, Michaelskirche, Augustinerkirche, Oper und Hotel Sacher, das Regierungsviertel mit Rathaus, Parlament und Kanzleramt auf dem Programm. Kohlmarkt, Graben und Kärntnerstraße luden wie die Mariahilferstraße zum Einkaufen ein. Natürlich fehlte auch nicht ein Besuch in Schloss Schönbrunn und ein abendlicher Bummel durch den Prater mit einer Fahrt mit dem berühmten Riesenrad.

Eine harmonische und tolle Fahrt, die die Teilnehmer zum Abschluss fragen ließ: „Und wo geht es nächstes Jahr hin?“

Text und Fotos: Pastor Trauten
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